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der Evang.-methodistischen Kirche Bezirk Pfullingen 

 


 

Gott hat den heiligen Geist in reichem Maße über uns ausgegossen durch Jesus Christus, unseren Retter, damit wir, durch seine Gnade gerecht gemacht, das ewige Leben erben, auf das wir unsere Hoffnung gesetzt haben.

Titus 3,6–7

Jahreslosung 2021

 


Monatsspruch Juni

Tageslosungen

(Gottes Wort für jeden Tag)

Der HERR ist freundlich dem, der auf ihn harrt, und dem Menschen, der nach ihm fragt.

Klagelieder 3,25


Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat.

Hebräer 10,35 

 



Der Impuls...

WERTvoll!

 

Impuls zum 13. Juni 2021 über Verse aus 1 Kor. 14.

von Pastor Oliver. Lacher

 

Strebt nach der Liebe! Bemüht euch um die Gaben des Geistes, am meisten aber darum,

dass ihr prophetisch redet! 

2 Denn wer in Zungen redet, der redet nicht zu Menschen, sondern

zu Gott; denn niemand versteht ihn: im Geist redet er Geheimnisse.

3 Wer aber prophetisch redet, der redet zu Menschen zur Erbauung und zur Ermahnung und zur Tröstung. 

4 Wer in Zungen redet, der erbaut sich selbst; wer aber prophetisch redet, der erbaut die Gemeinde. 

5 Ich möchte, dass ihr alle in Zungen reden könnt; aber noch viel mehr, dass ihr prophetisch redet.

Denn wer prophetisch redet, ist größer als der, der in Zungen redet; es sei denn, er legt es auch

aus, auf dass die Gemeinde erbaut werde. ...Da ihr euch bemüht um die Gaben des Geistes, so trachtet danach, dass ihr sie im Überfluss habt und so die Gemeinde erbaut. 

13 Wer also in Zungen redet, der bete, dass er’s auch auslegen könne.

14 Denn wenn ich in Zungen bete, so betet mein Geist; aber mein Verstand bleibt ohne Frucht. 

15 Wie soll es aber sein? Ich will beten mit dem Geist und will auch beten mit

dem Verstand; ich will Psalmen singen mit dem Geist und will auch Psalmen singen mit dem Verstand. 

16 Wenn du Gott lobst im Geist, wie soll der, der als Unkundiger dabeisteht, das Amen

sagen auf dein Dankgebet, da er doch nicht weiß, was du sagst? 

17 Dein Dankgebet mag schön sein; aber der andere wird nicht erbaut.

18 Ich danke Gott, dass ich mehr in Zungen rede als ihr alle. 

19 Aber ich will in der Gemeinde lieber fünf Worte reden mit meinem Verstand, damit ich auch andere unterweise, als zehntausend Worte in Zungen. ...

23 Wenn nun die ganze Gemeinde an einem Ort zusammenkäme und alle redeten in Zungen, es

kämen aber Unkundige oder Ungläubige hinein, würden sie nicht sagen, ihr seid von Sinnen? 

24 Wenn aber alle prophetisch redeten und es käme ein Ungläubiger oder Unkundiger

hinein, der würde von allen überführt und von allen gerichtet; 

25 was in seinem Herzen verborgen ist, würde offenbar, und so würde er niederfallen auf sein Angesicht, Gott anbeten und bekennen, dass Gott wahrhaftig unter euch ist.

26 Wie ist es nun, Brüder und Schwestern? Wenn ihr zusammenkommt, so hat ein jeder einen

Psalm, er hat eine Lehre, er hat eine Offenbarung, er hat eine Zungenrede, er hat eine Auslegung. Lasst es alles geschehen zur Erbauung! 

27 Wenn jemand in Zungen redet, so seien

es zwei oder höchstens drei und einer nach dem andern; und einer lege es aus. 

28 Ist aber kein Ausleger da, so schweige er in der Gemeinde und rede für sich selber und für Gott. 

29 Auch von den Propheten lasst zwei oder drei reden, und die andern lasst  darüber urteilen. 

30 Wenn aber einem andern, der dabeisitzt, eine Offenbarung zuteil wird, so schweige der Erste. 

31 Ihr könnt alle prophetisch reden, doch einer nach dem andern, damit alle lernen und alle erbaut

werden. ...

33 Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens.

Es gibt sehr begabte Menschen. Die können was. Sie siegen. Und verdienen damit

Anerkennung und Geld.

Nicht jede, jeder verdient gleich: Wer den Bogenschießen-Weltcup gewinnt, bekommt 1.800

Euro. Für eine Goldmedaille an einem Gerät bei der Turn-MW gibt´s 2.700 Euro. Zwei

Beachvolleyballer verdienen als Weltmeister zusammen 53.000 Euro. 500.000 gibt es für den

Gesamtsieg bei der Tour de France - für das ganze Team (10 Fahrer). 1,6 Millionen für den

Sieger, die Siegerin der French Open. Tiger Woods, die Golf-Legende kassierte insgesamt über

120 Millionen Dollar Preisgeld. Gaben sind wertvoll. Auch in der Gemeinde. Damit kann man siegen. Hanles besiegen die Liedlosigkeit. Familie Duchesnes mit der Gabe der Gastfreundschaft die Obdachlosigkeit. Mit

eurem Kommen besiegt ihr die Einsamkeit - wenigstens heute Vormittag. Gaben geben Gutes. Im 14 Kap. der Korintherbriefs gibt es eine Art Ranking: Welche Gabe trägt mehr aus? Dabei kann sich Paulus für verschiedene Sport- - Nein - Gaben-Arten begeistern. Zungenrede z.B. findet Paulus klasse.

Aber die Art der Gabe ist gar nicht sein Thema. Es geht ihm um den Zweck der Gabe: Was

bewirken unsere Gaben? Und da kennt er nur einen legitimen Zweck: Alle Gaben dienen der

Erbauung. Der Stärkung. Alle sollen lernen. Alle ermahnt, ermutigt werden.

Dabei meint Paulus mit alle nicht alle im Sinn von alle einzeln. Diesen individuellen Blick auf;s

Evangelium und seine Auswirkungen stellt er immer in den Dienst des Gesamten. Während

heute eher die Frage aufkommt;Wie hat es mir gefallen?;Was bringt es mir?, fragt Paulus,

Was stärkt uns als Team?

Überhaupt klingen die Zeilen des Paulus wie aus einer anderen Gottesdienst-Welt;Höchstens

zwei oder drei sollen zu Wort kommen dürfen. Pro Abteilung wohlgemerkt. Ein Gaben-geben-

Durcheinander soll vermieden werden. Gott sei ein Gott der Ordnung! Nicht jeder gleichzeitig

seinen Psalm singen oder in Zungen reden. Bleibt friedlich im Wettkampf der Gaben, die ihr

einbringt und die Wirkung zeigen, dass es nur so zzzischt.

Woran liegt es, dass unsere Gottesdienste so anders sind? Tendenziell mono-Ton. Ich

schreibe Gottesdienste in Anführungszeichen. Ich frage mich, ob es im biblischen Sinn

tatsächlich Gottesdienste sind. Denn der rote Faden des Alten und Neuen Testaments ist die

Befreiung des Menschen aus der Einzelhaft. Schuld trennt. Schuld hemmt. Gottes Befreiung in

Jesus Christus entfesselt Gaben und schmiedet Verbindungen. Ziel: Heil. Der Heiland will, dass

allen geholfen wird. Mit Pfingsten tritt eine Größe auf den Plan, die sich im Volk Israel schon

abzeichnet: Die Gemeinde. Hier werden die Gaben gelebt, gefeiert und gefeuert, und zwar in

die ganze Welt. Die eigenen Gaben zurückhalten? Selbst, für den eigenen Alltag Erbauung

suchen? Wer kauft einen nagelneuen Luxusreisebus und vernagelt ihn stolz in der Halle, um

sich selbst daran zu erfreuen??

Jeder Mensch ist reich begabt. Jede kann was, kann unglaublich viel. Gemeinsam das Gaben-

Netz spannen. Es trägt! Wir können siegen. Kämpfen und besiegen. Das Preisgeld sind nicht

paar Tausend oder Millionen Euro, sondern das Reich Gottes. Das Friedensreich. Und zwar für

die gesamte Schöpfung. Lohnt es sich nicht dafür zu trainieren? Aufstehen, sich bemühen um

die Gaben des Geistes, danach trachten, dass wir sie im Überfluss haben. Ist das so abwegig?

Lasst uns trainieren. Beten! Glauben üben. Erzählen wir uns von Siegen und Rückschlägen.

Bei der Fußball-EM geht es um Fußball. Meint man. Der dänische Mittelfeldstar Christian

Eriksen fällt während des Spiels tot um. Helfer ringen minutenlang mit Herzmassagen um sein

entwichenes Leben. Sie siegen. Er kommt zu sich und ins Krankenhaus. Sicher bekommen die

Lebensretter kaum ein nennenswertes Preisgeld. Aber ihren Händen gelingt ein gutes Stück

Leben. Nur gemeinsam können wir Lebens-Europa- und Himmelsmeister werden.

Was steckt in dir? Ein Psalm, eine Lehre, eine Offenbarung, eine Zungenrede, eine Auslegung?

Ein Zuhören, ein Lied, ein Lächeln, ein Enkelkuss, eine Fahrt mit dem Rad, ein Telefonat? Was

steckt in dir? Dein Beitrag zum Leben. Du bist voll, voll WERTvoll.

AMEN